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14.08.15

Zwei Monate Pousada - eine ökonomische Bilanz



Mittlerweile wieder in Goiania will ich einmal die Chance nutzen um meine zwei Monate in Pirenopolis Revue passieren zu lassen. Was freizeitlich so möglich war, hab ich ja bereits ausreichend beschrieben, ein weiterer Bericht mit unserem ersten deutschen Besuch folgt in Kürze. Daher hier nur eine Zusammenfassung der Arbeiten und meine allgemeine Erfahrungen. Und wie macht man so etwas am Besten? Richtig, mit einer richtigen gut ausgefüllten Wirtschaftsbilanz im Excelformat:



Habe die Bilanz mit dem Euro nach dem aktuellen Wechselkurs verrechnet der liegt im Moment bei fast 4 Euronen. Da dürfte sich auch angesichts der Wirtschaftskrise nicht allzu viel ändern… Naja, für mich ist es gut für die Brasilianer eher nicht.

Das ganze will ich einmal etwas näher beschreiben. Klar, oberhalb sind die Ausgaben, von denen ein grosser Teil für die Miete draufgeht (ja besser ist es wenn man selber eine Pousada besitzt, was angesichts der Immobilienpreise aber nahezu unmöglich ist). Auffällig ist, dass die Ausgaben für die Angestellten (Garten und Putzkräfte) so gering ausfällt. Naja der Stundenlohn liegt hier halt bei 6,25 R$, was das in Euro ist, kann man sich dann ja sicherlich selbst ausrechnen.

Das bei diesem Preis natürlich nicht die beste Arbeit erwartet werden kann, versteht sich aus meiner Sicht von selbst, aber das sehen Brasilianer etwas anders. Die Argumentation hier ist, dass man für diesen Lohn ja keine Arbeit annehmen müsse, aber wenn man sie animmt, solle man seine Arbeit dann auch so erledigen wie angekündigt. Naja, geführt hat es dazu, dass so einige Zimmer doppelt geputzt werden mussten, die Arbeit der Mitarbeiter regelmässig kontrolliert werden musste und ich in den 2 Monaten 4 Gärtner durchgeschleust habe, naja bei 50 Reais für 6 Stunden Arbeit…
Die besten Storys hier waren, dass ein Gärtner nach seiner Frühstückspause einfach nicht zurückkam und erst Stunden später wieder per Handy erreichbar war, ein anderer Gärtner meinte nach 3 Stunden, dass er genug gearbeitet habe und ihm für weitere Arbeit mehr zustünde, selbstverständlich nachdem alles ausgehandelt war.

Die Einnahmen haben sich fast ausschliesslich aus Übernachtungen am Wochenende (Freitag – Sonntag) zusammengesetzt. Unter der Woche war es bis auf die Zeit Mitte Juli überwiegend leer. Vielleicht sollte dazu noch gesagt werden, dass es in anderen Monaten ganz anders laufen kann, es kommt halt immer auf die Jahreszeit sowie (stärker als in Deutschand) auf die wirtschaftliche Situation des Landes an.
Abschliessend noch einmal vielen Dank an den Hausengel Apparecida, ohne die ich vieles nicht geschafft hätte, sowie an Osorio, der mir trotz einiger Differenzen eine wirklich schöne Zeit und eine interessante Lebenserfahrung ermöglicht hat.

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