Jetzt sind
es genau 3 Wochen, in denen wir in unserer neuen Wohnung in Goiânia wohnen,
langsam öffnet sich das Labyrinth der vielen Strassen in die Innenstadt
Goiânias, auch wenn wir noch immer GPS benötigen um uns den Weg aus oder in die
Stadt zu bahnen. Auch der Verkehr ist schlimmer als in den meisten deutschen
Städten und die Fahrweise der Brasilianer macht es uns nicht unbedingt
einfacher. Somit fährt man hier halt
eben etwas aufmerksamer. Ein grosser Vorteil hier gegenüber den meisten
Ländern… auf Radarfallen muss vorher durch ein Schild hingewiesen werden. D.h.
sobald “Fiscalisalização Electronica” erscheint, sollte man abbremsen, bei normalen
Temposchildern kann man es somit auch lassen, es sei denn, man wird durch “Lombadas”
oder “Quebra mola = Federnbrecher” automatisch daran gehindert. Die Teile
stehen besonders gerne in Nebenstrassen wie unserer Nachbarschaft UND auf
Autobahnen zwischen Städten, zumindest ist das mein erster Eindruck…
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| Und hier der Federnbrecher, über den sich jeder brasilianischer Autofahrer aufregt |
Warum
erzähl ich so viel vom Auto? Weil man hier ohne dieses Transportmittel wohl
ziemlich aufgeschmissen ist, da die Distanzen doch sehr gross sind, und die
Busse langsam, heiss und zu guter letzt nicht unbedingt im 5 Minuten Takt
fahren. Immerhin - eine Busfahrt kostet hier
nur ca. 80 Ct., ob das wenig oder viel ist, will ich hier nicht kommentieren.
Nur soviel, die steigenden Buspreise waren einer der Auslöser der Proteste im
vorletzten Jahr.
Jedoch ist
der Sprit hier günstig… Das ist er in Deutschland zwar auch im Moment, aber
weniger als 60 Ct. pro Liter sind derzeit unschlagbar… Schade ist nur, dass es
sich da nicht um Benzin, sondern um Ethanol bzw. Alkohol handelt, mit denen
hier ein Grossteil der Autoflotte und auch unser Peugeot fährt. Kurzer
Erklärung: Zur Regulierung des Spritpreises und um gegenüber dem Ölpreis
unabhängig zu sein, wird seit mehreren Jahren in Brasilien Treibstoff aus
Zuckerrohr gewonnen, der in sogenannnten Flexmotoren gefahren werden kann. Je
nach Ölpreis kann es günstiger sein mit Ethanol zu fahren (womit man allerdings
ca. 30 % weniger Reichweite hat) als mit herkömmlichen Benzin. Bevor ich jetzt
zuviel erzaehle, verweise ich mal auf zwei
vielleicht nicht mehr ganz akutelle aber trotzdem interessante Links.
Man kann von
Ethanol halten, was man möchte, auch ich kann mir derzeit da noch kein
abschliessendes Urteil bilden. Fakt ist, dass Zeug ist hier Standard!
Eine andere
Sache, die mir andauert erzählt wird bzw. worüber dauernd geredet wurde ist das
“lei seca”, wörtlich übersetzt “trockenes Gesetz”. Es besagt nichts anderes,
dass absolutes Alkoholverbot im Strassenverkehr herscht, was wohl auch zu
Problem führen würde, wenn man sich vor Abfahrt mit Mon Cheri oder Rumkuchen
vollstopft. Immerhin, die Beste Bar habe ich bereits in unmittelbarer
Nachbarschaft entdeckt. Ich hoffe, dass die Bierpreise erkennbar sind, es
handelt sich hierbei um eisgekühlte 600 ml Flaschen. Zur Info Der Wechselkurs
liegt im Moment bei ungefähr 3,20 Euronen.
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| Die Preistafel mit den drei "Grossen" Brauereien, Antarctica, Skol und Brahma |




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