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06.08.14

Von Visa und Nadeln…



Jetzt, 25 Tage vor der Abreise endlich der erste „richtige“ Eintrag in unseren Blog. Heute ist endlich das letzte Visum aus Indien angekommen (nachdem der Reisepass 4 Wochen im indischen Konsulat herumlag).  Außerdem schmerzt der linke Arm noch von der gestrigen Typhusimpfung…

Ja, so eine Reisevorbereitung bringt ja mehr Zeit und Mühe mit sich als einem Lieb ist, besonders wenn man für die Visa nicht unbedingt aus Deutschland kommt. Ein kurzer Vergleich der benötigten im Voraus für uns benötigten Visa:

Christian = Indien
Leticia = Indien, Dubai, Australien

War das Australienvisum noch ziemlich einfach zu erhalten (lediglich ca. 20 seitiger Fragebogen), sahen wir uns beim Indienvisum wesentlich größeren Herausforderungen ausgesetzt. Neben Fragen zum Beruf unserer Eltern, der Religionszugehörigkeit, der Antragsnummer von Christians letzten Indienaufenthalt vor 7 Jahren sowie Letícias nicht mehr vorhandenen Wohnort in Brasilien (Hauptsache eine Adresse ist vorhanden), war das Visum für Sie ganze 30 % teurer, nur weil es den Wohnort in Deutschland erst seit 9 Monaten und nicht wie gefordert seit 12 Monaten gibt, aber manche Dinge muss man ja nicht verstehen...

Der Höhepunkt bei der Visabeschaffung bringen aber die Vereinigten Arabischen Emiraten, in der lediglich Nicht-Europäer ein Visum benötigen, das jedoch nicht direkt von der Botschaft beantragt werden kann, sondern lediglich über einen Reiseveranstalter oder über die Airline. Da wir mit zwei verschiedenen Airlines Ein- und Ausfliegen, fühlt sich natürlich keine der Beiden verantwortlich, der Reiseveranstalter weist uns an die Botschaft und an die Airline weiter…

Nach Suchen im Internet mit tollen Angeboten (Gratisvisum bei Übernachtungen im 5-Sterne Hotel) haben wir doch noch einen Veranstalter gefunden der uns gegen entsprechendes Geld ein 4-Tages-Visum ausstellen konnte. Da wir auch hier kein Luxushotel buchen wollten, mussten wir einen Deposit von 5000 Dirham (Umrechnung in Euro 5 zu 1), dass erst dann zurückbezahlt wird, sobald wir Dubai wieder verlassen haben, und das natürlich in der Landeswährung... Naja, vielleicht ist es dort ja so schön, dass wir für immer da bleiben wollen…

An Nadeln und Medikamenten ist jetzt zumindest alles im Körper und im Medical Set, was vorhanden sein soll. Nur die große Frage nach Malaria ist halt noch nicht geklärt. Die Krankheit selber scheint ja irgendwas zwischen einer einfachen Grippe und einem höchst tödlichen Virus zu sein, die durch Mückenstiche übertragen wird. Impfungen gibt es nicht allerdings Malariaprophlaxe und Standbymedikation. Naja, je mehr man sich darüber informiert, desto undurchsichtiger wird es für uns. Beispiel: Arzt 1, für Kambodscha brauchen Sie definitiv die Prophylaxe, Arzt 2: müssen Sie letztendlich selbst entscheiden. Arzt 3: In die Gebiete, in die Sie reisen ist keine Prophylaxe nötig. Noch Fragen? Na, das Beste scheint ja sowieso zu sein sich erst gar nicht stechen zu lassen… In dem Sinn kann´s jetzt endlich bald los gehen…


Impfpässe, Indienvisa und Malarone (Malaria-Tabletten)

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